Wer mit offenen Augen und Ohren durch Sexten spaziert, der bekommt ziemlich schnell eine Ahnung davon, was das Dorf der
Drei Zinnen ausmacht, wo seine Wurzeln liegen. Heute ist es eine beliebte Urlaubdestination im Pustertal. Das war aber nicht immer so. Sexten war lange Zeit ein einfaches, bäuerlich geprägtes Dorf mit langen, schneereichen Wintern und kurzen Sommern. Da half oft nur der gute Draht zum Herrgott. Noch immer erzählen zahlreiche, vom Glauben geprägte Feste und Bräuche von dieser Zeit. Aber auch die verschiedenen architektonischen Einflüsse prägen das Dorfbild und erzählen eine ganz eigene Geschichte. Da sind alte Bauernhöfe, die behutsam ins Heute geholt wurden und mit ihren rot leuchtenden Geranien am Balkon von Tradition und Herkunft erzählen. Daneben die monumentale Baukunst von Clemens Holzmeister – und neue Bauten, die mit einzigartiger
Architektur überraschen. Denn auch hier ist Sexten ganz vorne mit dabei: innovatives und nachhaltiges Bauen im Alpenraum. Eine weitere markante Besonderheit ist der Sextner Dialekt. Ein eigentümlicher Zungenschlag, der sich teilweise sogar von den Nachbargemeinden im Hochpustertal unterscheidet.