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Midl Innerkofler

Berge im Blut

Die Lebensgeschichte von Midl Innerkofler

Als Enkelin der Bergsteigerlegende Sepp Innerkofler hat sie nicht nur selbst viele Gipfel erklommen – sie hat auch viele Bergsteigergeschichten miterlebt. Geboren 1936, war sie schon früh in den Sextner Dolomiten unterwegs. Die Große Zinne hat Midl sogar im 6. Schwangerschaftsmonat erfolgreich bestiegen – und mit stolzen 75 Jahren zum letzten Mal. Ein waschechtes Kind der Berge! Ihre Erzählungen zeugen von Mut und machen auch die Rolle der Frauen im Leben der großen Bergsteigerlegenden sichtbar. So waren die Gipfelerfolge ihres Großvaters Sepp Innerkofler ohne Frage auch der Verdienst ihrer Großmutter, die im Hintergrund die Fäden hielt. Die Erstbesteigung der Kleinen Zinne über die Nordwand ist dem Pionier nicht zuletzt dank Großmutters selbstgenähter „Potschn“ gelungen. Midl hat auch einige dunkle Kapitel in der Geschichte Südtirols miterlebt: Eine Kindheit im Faschismus und die Option, bei der ihre Familie sich bereits für eine Umsiedelung nach Deutschland entschieden hatte und im letzten Moment, gewarnt von der Weihnachtskarte eines Gastes – „es ist alles verloren“ – doch in der Heimat blieb. Ein Leben voller spannender Geschichten, voller Berggipfel.
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