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Gabriel Tschurtschenthaler

Blindes Vertrauen

Zwischen Mut und Vertrauen – Gabriels Weg zu den Gipfeln

Der gebürtige Sextner Gabriel Tschurtschenthaler ist Heilmasseur und Träger des blauen Gürtels im Jiu-Jitsu, eine von den japanischen Samurai stammende Kampfkunst. Ohne Frage einer, der immer wieder nach neuen Herausforderungen sucht. Beim Klettern in Felsen und Eis. Beim Waldarbeiten in Sexten und in seinem Großstadtalltag in Wien. So weit, so gut. Entscheidendes Detail: Gabriel leidet seit seiner Kindheit an einer Sehbeeinträchtigung, die ihn je nach Lichtverhältnis entweder schemenhafte Umrisse oder so gut wie nichts erkennen lässt. Kein Grund für ihn, nicht immer wieder neue Gipfel in Angriff zu nehmen. Begleitet wird er dabei von Freunden, denen er im wahrsten Sinne des Wortes blind vertrauen kann. Zum harten Kern der eingespielten Seilschaft gehören Daniel Rogger aus Sexten und die beiden Osttiroler Bergführer Vittorio Messini und Matthias Wurzer. Alles begann mit der Besteigung der Kleinen Zinne über die Innerkofler-Route. Weitere Klettertouren in immer höheren Schwierigkeitsstufen folgten – bis schließlich auch die Comici-Dimai-Route an der Nordwand der Großen Zinne glückte. Ein Herzensprojekt im 7. Schwierigkeitsgrad! „Es ist sicher kein Nachteil, wenn man nicht jeden Abgrund sieht”, witzelt der Sextner. 2022 war er mit seinen Osttiroler Freunden in Patagonien, wo sie als Dreierseilschaft den Aguja Poincenot und den eigentlichen „unmöglichen“ Cerro Torre bezwangen. Weitere Abenteuer sind auch schon in Planung. Berg heil!
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