Schlutzkrapfen
Gut „gepitscht“ ist halb gewonnen
Die Südtiroler Schlutzkrapfen sind echtes Soulfood
Der Duft nach brauner Butter, nach frischem Schnittlauch, würzigem Parmesan. Es ist der Duft nach Kindheit, nach Großmutters Küche. Ein Sehnsuchtsort, an dem mit guten Dingen niemals gespart wird. So auch bei den „Schlutza“. Es sind halbmondförmige Teigtaschen, die zwar für die gesamte Südtiroler Küche typisch sind, in Sexten aber traditionell nicht mit Spinat und Topfen gefüllt werden, sondern mit fein gestampften Kartoffeln – mit „Eadeipfl“. In liebevoller Handarbeit und mit vollem Körpereinsatz gerührt, geknetet, gewalzt, ausgestochen, gefüllt und schließlich mit geübten Fingerspitzen „gepitscht“ – an den Rändern zusammengedrückt, bevor sie im Salzwasser gegart werden. Spätestens hier zeigen sich die Qualitäten der Köchin oder des Kochs. Wer Schlutzkrapfen und keine Kartoffelcremesuppe mit Nudelteig-Einlage essen will, der sollte sich beim „Pitschn“ ordentlich ins Zeug legen!
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